Lexikon
Dentalpass / Gesundheitspass Zahn
In der Zahnheilkunde hat sich der Dentalpass im Lauf
der letzten Jahre etabliert und zu einem wichtigen Beleg entwickelt, wenn es um
Garantieansprüche oder um eine Erweiterung bzw. Erneuerung Ihres Zahnersatzes
geht. Damit bürgen Zahnarzt und Zahntechniker für die geleistete Arbeit und für
die sachgemäße und herstellerkonforme Verarbeitung der Materialien. Mit dem
Dentalpass haben Sie alle relevanten Zahninformationen für einen behandelnden
Arzt griffbereit, denn wichtige Informationen können für das schnelle und
richtige Handeln entscheidend sein. Enthalten sind zum Beispiel Informationen
über die von Ihrem Zahnarzt verschriebenen und vom Zahntechnikermeister
verarbeiteten Dentallegierungen und verwendeten Beiprodukte.
Festsitzender Zahnersatz
Festsitzender Zahnersatz kommt der
natürlichen Situation am nächsten und wird an vorhandenen Zähnen befestigt, die
dann zusätzlich auch die Kaukräfte des Ersatzes mittragen und ist daher in der
Lage, die normale Kau- und Sprechfunktion nahezu vollständig wieder
herzustellen. Jeder Zahn kann ungefähr den Kaudruck eines weiteren Zahnes
aufnehmen. Für zwei zu ersetzende Zähne sollten also auch zwei Pfeilerzähne zur
Verfügung stehen.
Galvano - Technik
Um Zahnersatz aus Feingold herzustellen wird die Galvanotechnik angewandt. Dabei
wird durch elektrolytische Reaktion eine exakte Kopie erstellt. Die
galvanisierte Krone sitzt wie eine zweite Haut, ohne Zwischenräume, durch eine sehr geringe Wandstärke über den
Zahnstumpf. So wird eine unvergleichbare Präzision erreicht. Feingold wird
aufgrund seiner schonenden Wirkung auf die Mundschleimhaut und Allergiefreundlichkeit
verwendet. Galvano eignet sich für Inlays, Onlays,
Teleskope und Kronen besonders gut.
Herausnehmbarem Zahnersatz
Treten an einem der eigenen Zähne irreparable
Schäden auf, erzielt herausnehmbarer Zahnersatz in Form einer Prothese ein kosmetisch
ansprechendes Ergebnis.
Sie sollte idealerweise mehrmals täglich aus dem Mund herausgenommen und gereinigt werden um für eine lange Lebensdauer und
eine optimale Mundhygiene zu sorgen.
Herausnehmbaren gibt es in verschiedenen Varianten. Eine einfache und zugleich
preisgünstigte Form ist die Kunststoffprothese mit Haltevorrichtungen aus
Draht. Schon etwas angenehmer zu tragen ist die sogenannte Modellgussprothese,
welche durch gegossene Haltevorrichtungen den richtigen Sitz im Mund halten
soll. Die Teleskopprothese gehört zu der komfortabelsten Ausführung von
herausnehmbarem Zahnersatz. Sie sitzt auf überkronten Zähnen und garantiert so
bestmöglichen Halt.
kombiniertem Zahnersatz
Wenn der Zahnersatz sowohl festsitzende als
auch herausnehmbare Bestandteile hat, spricht man von kombiniertem Zahnersatz. In
der Regel wird eine Teilprothese über festsitzenden Zahnersatz am Restgebiss
befestigt. Dadurch erhält die Teilprothese deutlich besseren Halt. Gleichzeitig
können, die normalerweise bei Teilprothesen sichtbaren Klammern, vermieden
werden.
Metallkeramik
Keramik in Verbindung mit Gold-Platin-Legierungen
Von metallkeramischen Kronen spricht man,
wenn Keramik in Verbindung mit Gold als Materialalternative eingesetzt wird. Das
den Restzahn überdeckende Käppchen besteht bei dieser
Materialkombination aus einer Gold-Platin-Legierung. Auf dieses Käppchen wird
Schicht für Schicht Keramik aufgetragen, so dass die eingesetzte Krone sich farblich
kaum von den natürlichen Zähnen unterscheidet.
Um eine perfekte Passgenauigkeit zu
erreichen, wird von der Zahnarztpraxis ein präziser Abdruck des "in Form"
geschliffenen Zahnes benötigt, anschließend wird dieser für die individuelle
Fertigung der Krone im Dentallabor genutzt.
Unter ästhetischen Gesichtspunkten kann sich das metallkeramische Gerüst im
Frontzahnbereich eventuell nachteilig auswirken, denn anders als der
vollkeramische Zahnersatz, verfügt diese Form der Versorgung, nicht über die
Lichtbrechungseigenschaften (Transluzenz, Transparenz) des natürlichen Zahnes.
In ungünstigen Fällen kann hier der Übergang zwischen metallkeramischer Krone und Zahn mit den Jahren als dunkler
Rand am Zahnfleischsaum sichtbar werden.
Durch das verwenden von ausschließlich hochgoldhaltigen Gold-Platin-Legierungen, können wir eine hervorragende Verträglichkeit
des Materials versprechen. Da Sie bei uns keine minderwertigen Verbindungen
finden werden, weist auch unsere im dentalen Bereich eingesetzte Keramik eine ausgezeichnete
Verträglichkeit auf.
Metallkeramische Kronen eignen sich aufgrund der hervorragenden Materialeigenschaften
von Gold und Keramik als langfristige Zahnersatzalternative.
Inlays und Teilkronen aus Keramik
Aus dem Englischen kommend,
bezeichnet man als Inlay ein außerhalb des Mundes gefertigtes Objekt, welches
genau den Defekt im Zahn ausfüllt. Ein großes Inlay, das den größten Teil der
Kaufläche und Höcker ersetzt bezeichnet man als Teilkrone. Der Unterschied
liegt hier lediglich in der Bezeichnung.
Um die Kaukräfte komplett und gleichmäßig an den Zahn weiterzugeben, ohne dass
das Material verbiegt, verwendet man bei größeren Defekten Inlays bzw.
Teilkronen aus einem stabilen Material wie Keramik. Neben der Metallfreiheit
kann Diese im Vergleich zu Gold, auch komplett mit der Zahnsubstanz verklebt
werden. Dadurch wird der Zahn stabilisiert. Die Klebekräfte sind dabei so
extrem stark, dass man 300KG mit der Auflagefläche einer Fingerkuppe (1cm²) an
der Decke festkleben könnte!
Der Arbeits- und Herstellungsaufwand ist zwar wesentlich höher, doch
längerfristig zahlt sich dieser auf jeden Fall aus.
Beispiele für verschiedene Formen und Größen von Inlays und Teilkronen
Einflächiges Inlay:
Das Inlay ist am Rand ringsherum von der Kaufläche begrenzt. Eine Kunststofffüllung
bei kleineren Defekten ist vertretbar, aber ab einer gewissen Größe sollte dann
schon ein stabileres Material den Defekt ersetzen, da der Zahn durch den Defekt
schon geschwächt ist.
Zweiflächiges Inlay:
Die Begrenzung des Inlays erstreckt sich über die Kauffläche auf einer Seite
bis zur Wand eines Nachbarzahns.
Dreiflächiges Inlay:
Die Begrenzung des Inlays erstreckt sich über die Kauffläche auf beiden Seiten
bis zu der Wand des jeweiligen Nachbarzahns.
Teilkrone:
Wenn der Zahn zu einem großen Teil zerstört ist, kann der defekte Teil komplett
in Keramik ersetzt werden. Hier würde man mit einer Überkronung nur einen unnötig
hohen Substanzverlust erleiden.
Implantattechnik
Ein Implantat wird aus Titan oder eventuell in Zukunft aus Zirkoniumdioxid (erste
Forschungsreihen laufen) gefertigt und ist sozusagen eine künstliche Zahnwurzel.
Diese wird unter örtlicher Betäubung in den Kieferknochen eingesetzt. Anschließend
verwächst Titan als gewebefreundliches Material in kurzer Zeit mit dem Knochen
und bietet einen festen und sicheren Halt für den darauf angebrachten
Zahnersatz (z. B. Einzelzähnen, Brücken oder Prothesen).
Egal, ob Sie nur einen einzigen, mehrere oder gar alle Zähne ersetzen müssen, Implantate
bieten Ihnen in jedem Fall vielfältige und individuelle Lösungen, optimale
Sicherheit und einen hohen Kau- und Tragekomfort. Um fehlende Zähne zu
ersetzen, ist Zahnersatz auf Implantaten oft die beste Versorgung. Hierbei gibt
es nahezu keine Altersgrenze.
Vorteile von Zahnersatz auf Implantaten
- Bisslageund Kaufähigkeit werden bis zu 100% wiederhergestellt
- Hoher Kau- und Tragekomfort: fester, belastbarer Zahnersatz, der nicht verrutscht
- der Kieferknochen bleibt stabil und behält seine Form
- kein Beschleifen von gesunden Nachbarzähnen, sie werden gestützt und stabilisiert
- keine Entzündungen durch Druckstellen, wie dies bei Prothesen teils der Fall ist
- eine natürlich wirkende Zahnästhetik in Bezug auf Form, Transparenz und Farbe
- Verbesserte Artikulation und Lautbildung
- mehr Sicherheit und Lebensfreude
- Gute Körperverträglichkeit
- Unverzichtbar für alle Menschen, die berufsbedingt in der Öffentlichkeit stehen
Metallfreier Zahnersatz
Metall hat den Nachteil, dass es vollkommen undurchsichtig ist und das
Licht abblockt. Dennoch galt Gold bisher aber als das haltbarste und
zahnschmelzschonendste Material und wird als Kern von Keramikkronen verwendet.
Der Dentaltechniker muss dabei aber versuchen so wenig Metall wie möglich zu
verwenden, um beste ästhetische Resultate zu erreichen. Besser ist es demnach
kein Metall zu verwenden und durch eine neuartige hochfeste Zirkonoxid Sinterkeramik ist es
heute auch möglich einen größeren Zahnersatz metallfrei herzustellen. Von der
kleinsten Glaskeramikfüllung bis zur mehrspannigen
Brücke ohne Gold auskommen ist kein Problem mehr. Das hat den Vorteil, im sichtbaren
Bereich, besonders am Zahnhals, sieht man keine unansehnlichen Gold- oder
Silberränder, die oft noch durch das dunkle Oxid verschlimmert werden, das zur
Haftung der Keramik auf der Goldlegierung notwendig ist. Die Ersatzkronen sollten
auch nie im Zahnfleisch vergraben werden, da eine richtige Reinigung dann nicht
mehr möglich ist. Das kann durch Druck auf das Zahnfleisch schwinden, dabei
wird der dunkle Kronenrand aber wieder sichtbar.
Bis heute ist Keramik das am besten verträgliche Material, zudem hat es
viele weitere Vorteile, es verfärbt sich nicht, ist extrem passgenau zu verarbeiten
und erreicht inzwischen eine enorme Festigkeit und Stabilität.
Pfeilerzahn
Ein Pfeilerzahn bezeichnet einen Zahn des natürlichen Gebisses, der sich neben einem Zahn mit
künstlichem Zahnersatz befindet. An ihm wird ein festsitzender Zahnersatz, die
Brücke, oder eine herausnehmbare Prothese abgestützt bzw. befestigt. Um den
Zahnersatz halten zu können, muss der Pfeilerzahn beschliffen
werden sowie seine Nachbarzähne gesund und stabil sein. Nur dann kann ein Zahn
als Pfeilerzahn dienen. Idealerweise sollten für jeden fehlenden Zahn zwei
Pfeilerzähne vorhanden sein, um die Stabilität der Brücke sicherzustellen.
Veneers
Veneers sind Verblendschalen
aus einer meist feinen, hauchdünnen Spezialkeramik, welche keine Beschwerden
verursachen. Diese Glas- oder Feldspat-Keramik-Schalen lassen sich von einem
echten Zahn kaum unterscheiden und sind sehr haltbar. Wie klinische Studien
belegen, haben sich innerhalb von sechs Jahren nur zwei Prozent der
aufgeklebten Schalen abgelöst.
Schönheitsfehler und Mängel an Ihren Zähnen die Veneers beheben
können:
- Verfärbungen
- zu großen Abständen zwischen
- zu kurzen oder zu kleinen Zähnen,
- Rissen in den Zähnen,
- abgebrochenen Ecken,
- kleineren Fehlstellungen
- Zahnschäden nach einem Unfall.
- Sie können Ihren Zahnnerv vor mechanischen,bakteriellen, chemischen und Temperatur bedingten Reizen schützen
- im besten Fall können Veneers eine Krone ersetzen.
In manchen Fällen können Veneers aber nicht eingesetzt werden. Die
Schale kann zum Beispiel nicht halten wenn die Schmelzschicht der natürlichen Zähne zu dünn oder zu zersplittert
ist. Ein dunkler Ton wird bei sehr grauen Zähnen immer durchschimmern. Die
Kappen können sich durch starkes Zähneknirschen lösen. Im ungünstigsten Fall,
können sich hinter der Schale Keime ansiedeln, diese können zu
Zahnfleischentzündung und Karies führen. Das sind Dinge die Sie vorab bedenken
sollten.
Vollkeramik
Eine Krone, Inlay oder Brücke, welche nur unter Verwendung von Keramik hergestellt
wird bezeichnet man als Vollkeramik. Für
die Herstellung einer Vollkeramik-Restauration kommen keinerlei
zusätzliche Materialien wie Metall oder Kunststoff zum Tragen. Eine besondere
Eigenschaft von Zahnersatz aus Vollkeramik ist: Die Lichttransmision
Wie bei eigenen Zähnen kann das Licht durch die Restauration hindurch scheinen.
Ein so hergestellter Zahnersatz ist dadurch
von den natürlichen Zähnen kaum zu unterscheiden.
Der Übergang zwischen Kronenrand und Zahn ist
aufgrund der Farbähnlichkeit und der Materialeigenschaften fast
unsichtbar, dies stellt einen weiteren Vorteil der Vollkeramik-Restaurationen da.
Bei Kronen mit Metallkern kann es hingegen
vorkommen, dass nach einer gewissen Tragezeit die Kronenränder sichtbar werden,
was im Frontzahbereich nicht sehr schön wirkt.
Zusätzlich
zu den ästhetischen Eigenschaften gilt Keramik als sehr gut verträglich. Zudem lassen
sich neben Kronen oder Inlays, aufgrund der ausgezeichneten Festigkeit des
Materials, auch Brücken für den Front- oder Seitenzahnbereich herstellen. Im
Gegensatz zu dem Metallkern in konventionellen Brücken, wird bei den
Vollkeramik-Brücken ein weißer Kern (Gerüst) aus einer Hochleistungskeramik (Zirkonkeramik) verwendet.
Brücken und Kronen aus Keramik werden individuell in Präzisionsarbeit für Sie
hergestellt und sind von echten Zähnen nicht zu unterscheiden.
Vorteile der Vollkeramik
- wegen der hohen Ästhetik und
Natürlichkeit sind Vollkeramik - Restaurationen kaum von echten Zähnen zu
unterscheiden
- für Patienten mit Allergierisiko
hervorragend geeignet, da sehr gute Verträglichkeit
- sehr angenehm zu tragen, da sehr
leicht und stabil
- kein unangenehmes Heiß und Kalt - Empfinden
Nachteile der Vollkeramik
- etwas leichter zerbrechlich als
die herkömmlichen metallverblendeten Kronen/li>
- für die Präparation und das
Einsetzen im Mund erfordern sie einen höheren Aufwand
- der Preis ist etwas höher alsbei konventionellen Kronen
Zahnersatz
Zahnersatz ist der Sammelbegriff für
jegliche Form des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne.
Ein Zahnersatz wird
verwendet, damit er die Funktion eines zu stark geschädigten Zahnes übernehmen
kann.
Durch Unfälle, Karies oder Parodontitis (Parodontose) können Starke Schäden entstehen,
die einer Ersatzbehandlung bedürfen. Der Zahnersatz dient damit der
Wiederherstellung des regelrechten Kauvermögens.
Durch einen geeigneten
Zahnersatz können Spätere Schäden, wie z. B. eine Verschiebung der Zähne im
Gebiss, verhindert werden.
Zahnersatz wird in verschiedene
Klassen eingeteilt:
- Festsitzender Zahnersatz (Kronen,Teilkronen und Brücken)
- Herausnehmbarem Zahnersatz (totalen Prothesen und Teilprothesen)
- Kombinierter Zahnersatz
Zahntechnik
In der Zahntechnik werden alle Arten von Zahnersatz, also Zahnkronen, Brücken, Teil- und
Vollprothesen, aber auch Inlays kieferorthopädische Behandlungsgeräte, sogenannte Knirscherschienen wie auch
Schienen für Kieferbrüche oder Mundschutze für bestimmte Sportarten hergestellt. Die Zahntechnik stellt damit eine
Voraussetzung für den Erfolg zahlreicher zahnärztlicher Behandlungen dar.