F. MÜLLERDENTAL-TECHNIK GMBH Berlin
 

Lexikon

Dentalpass / Gesundheitspass Zahn

In der Zahnheilkunde hat sich der Dentalpass im Lauf der letzten Jahre etabliert und zu einem wichtigen Beleg entwickelt, wenn es um Garantieansprüche oder um eine Erweiterung bzw. Erneuerung Ihres Zahnersatzes geht. Damit bürgen Zahnarzt und Zahntechniker für die geleistete Arbeit und für die sachgemäße und herstellerkonforme Verarbeitung der Materialien. Mit dem Dentalpass haben Sie alle relevanten Zahninformationen für einen behandelnden Arzt griffbereit, denn wichtige Informationen können für das schnelle und richtige Handeln entscheidend sein. Enthalten sind zum Beispiel Informationen über die von Ihrem Zahnarzt verschriebenen und vom Zahntechnikermeister verarbeiteten Dentallegierungen und verwendeten Beiprodukte.

Festsitzender Zahnersatz

Festsitzender Zahnersatz kommt der natürlichen Situation am nächsten und wird an vorhandenen Zähnen befestigt, die dann zusätzlich auch die Kaukräfte des Ersatzes mittragen und ist daher in der Lage, die normale Kau- und Sprechfunktion nahezu vollständig wieder herzustellen. Jeder Zahn kann ungefähr den Kaudruck eines weiteren Zahnes aufnehmen. Für zwei zu ersetzende Zähne sollten also auch zwei Pfeilerzähne zur Verfügung stehen.

Galvano - Technik

Um Zahnersatz aus Feingold herzustellen wird die Galvanotechnik angewandt. Dabei wird durch elektrolytische Reaktion eine exakte Kopie erstellt. Die galvanisierte Krone sitzt wie eine zweite Haut, ohne Zwischenräume, durch eine sehr geringe Wandstärke über den Zahnstumpf. So wird eine unvergleichbare Präzision erreicht. Feingold wird aufgrund seiner schonenden Wirkung auf die Mundschleimhaut und Allergiefreundlichkeit verwendet. Galvano eignet sich für Inlays, Onlays, Teleskope und Kronen besonders gut.

Herausnehmbarem Zahnersatz

Treten an einem der eigenen Zähne irreparable Schäden auf, erzielt herausnehmbarer Zahnersatz in Form einer Prothese ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis. Sie sollte idealerweise mehrmals täglich aus dem Mund herausgenommen und gereinigt werden um für eine lange Lebensdauer und eine optimale Mundhygiene zu sorgen. Herausnehmbaren gibt es in verschiedenen Varianten. Eine einfache und zugleich preisgünstigte Form ist die Kunststoffprothese mit Haltevorrichtungen aus Draht. Schon etwas angenehmer zu tragen ist die sogenannte Modellgussprothese, welche durch gegossene Haltevorrichtungen den richtigen Sitz im Mund halten soll. Die Teleskopprothese gehört zu der komfortabelsten Ausführung von herausnehmbarem Zahnersatz. Sie sitzt auf überkronten Zähnen und garantiert so bestmöglichen Halt.

kombiniertem Zahnersatz

Wenn der Zahnersatz sowohl festsitzende als auch herausnehmbare Bestandteile hat, spricht man von kombiniertem Zahnersatz. In der Regel wird eine Teilprothese über festsitzenden Zahnersatz am Restgebiss befestigt. Dadurch erhält die Teilprothese deutlich besseren Halt. Gleichzeitig können, die normalerweise bei Teilprothesen sichtbaren Klammern, vermieden werden.

Metallkeramik

Keramik in Verbindung mit Gold-Platin-Legierungen Von metallkeramischen Kronen spricht man, wenn Keramik in Verbindung mit Gold als Materialalternative eingesetzt wird. Das den Restzahn überdeckende Käppchen besteht bei dieser Materialkombination aus einer Gold-Platin-Legierung. Auf dieses Käppchen wird Schicht für Schicht Keramik aufgetragen, so dass die eingesetzte Krone sich farblich kaum von den natürlichen Zähnen unterscheidet.
Um eine perfekte Passgenauigkeit zu erreichen, wird von der Zahnarztpraxis ein präziser Abdruck des "in Form" geschliffenen Zahnes benötigt, anschließend wird dieser für die individuelle Fertigung der Krone im Dentallabor genutzt.
Unter ästhetischen Gesichtspunkten kann sich das metallkeramische Gerüst im Frontzahnbereich eventuell nachteilig auswirken, denn anders als der vollkeramische Zahnersatz, verfügt diese Form der Versorgung, nicht über die Lichtbrechungseigenschaften (Transluzenz, Transparenz) des natürlichen Zahnes. In ungünstigen Fällen kann hier der Übergang zwischen metallkeramischer Krone und Zahn mit den Jahren als dunkler Rand am Zahnfleischsaum sichtbar werden.
Durch das verwenden von ausschließlich hochgoldhaltigen Gold-Platin-Legierungen, können wir eine hervorragende Verträglichkeit des Materials versprechen. Da Sie bei uns keine minderwertigen Verbindungen finden werden, weist auch unsere im dentalen Bereich eingesetzte Keramik eine ausgezeichnete Verträglichkeit auf.
Metallkeramische Kronen eignen sich aufgrund der hervorragenden Materialeigenschaften von Gold und Keramik als langfristige Zahnersatzalternative.

Inlays und Teilkronen aus Keramik

Aus dem Englischen kommend, bezeichnet man als Inlay ein außerhalb des Mundes gefertigtes Objekt, welches genau den Defekt im Zahn ausfüllt. Ein großes Inlay, das den größten Teil der Kaufläche und Höcker ersetzt bezeichnet man als Teilkrone. Der Unterschied liegt hier lediglich in der Bezeichnung. Um die Kaukräfte komplett und gleichmäßig an den Zahn weiterzugeben, ohne dass das Material verbiegt, verwendet man bei größeren Defekten Inlays bzw. Teilkronen aus einem stabilen Material wie Keramik. Neben der Metallfreiheit kann Diese im Vergleich zu Gold, auch komplett mit der Zahnsubstanz verklebt werden. Dadurch wird der Zahn stabilisiert. Die Klebekräfte sind dabei so extrem stark, dass man 300KG mit der Auflagefläche einer Fingerkuppe (1cm²) an der Decke festkleben könnte! Der Arbeits- und Herstellungsaufwand ist zwar wesentlich höher, doch längerfristig zahlt sich dieser auf jeden Fall aus.

Beispiele für verschiedene Formen und Größen von Inlays und Teilkronen

Einflächiges Inlay: Das Inlay ist am Rand ringsherum von der Kaufläche begrenzt. Eine Kunststofffüllung bei kleineren Defekten ist vertretbar, aber ab einer gewissen Größe sollte dann schon ein stabileres Material den Defekt ersetzen, da der Zahn durch den Defekt schon geschwächt ist. Zweiflächiges Inlay: Die Begrenzung des Inlays erstreckt sich über die Kauffläche auf einer Seite bis zur Wand eines Nachbarzahns. Dreiflächiges Inlay: Die Begrenzung des Inlays erstreckt sich über die Kauffläche auf beiden Seiten bis zu der Wand des jeweiligen Nachbarzahns. Teilkrone: Wenn der Zahn zu einem großen Teil zerstört ist, kann der defekte Teil komplett in Keramik ersetzt werden. Hier würde man mit einer Überkronung nur einen unnötig hohen Substanzverlust erleiden.

Implantattechnik

Ein Implantat wird aus Titan oder eventuell in Zukunft aus Zirkoniumdioxid (erste Forschungsreihen laufen) gefertigt und ist sozusagen eine künstliche Zahnwurzel. Diese wird unter örtlicher Betäubung in den Kieferknochen eingesetzt. Anschließend verwächst Titan als gewebefreundliches Material in kurzer Zeit mit dem Knochen und bietet einen festen und sicheren Halt für den darauf angebrachten Zahnersatz (z. B. Einzelzähnen, Brücken oder Prothesen). Egal, ob Sie nur einen einzigen, mehrere oder gar alle Zähne ersetzen müssen, Implantate bieten Ihnen in jedem Fall vielfältige und individuelle Lösungen, optimale Sicherheit und einen hohen Kau- und Tragekomfort. Um fehlende Zähne zu ersetzen, ist Zahnersatz auf Implantaten oft die beste Versorgung. Hierbei gibt es nahezu keine Altersgrenze.

Vorteile von Zahnersatz auf Implantaten

  • Bisslageund Kaufähigkeit werden bis zu 100% wiederhergestellt
  • Hoher Kau- und Tragekomfort: fester, belastbarer Zahnersatz, der nicht verrutscht
  • der Kieferknochen bleibt stabil und behält seine Form
  • kein Beschleifen von gesunden Nachbarzähnen, sie werden gestützt und stabilisiert
  • keine Entzündungen durch Druckstellen, wie dies bei Prothesen teils der Fall ist
  • eine natürlich wirkende Zahnästhetik in Bezug auf Form, Transparenz und Farbe
  • Verbesserte Artikulation und Lautbildung
  • mehr Sicherheit und Lebensfreude
  • Gute Körperverträglichkeit
  • Unverzichtbar für alle Menschen, die berufsbedingt in der Öffentlichkeit stehen

Metallfreier Zahnersatz

Metall hat den Nachteil, dass es vollkommen undurchsichtig ist und das Licht abblockt. Dennoch galt Gold bisher aber als das haltbarste und zahnschmelzschonendste Material und wird als Kern von Keramikkronen verwendet. Der Dentaltechniker muss dabei aber versuchen so wenig Metall wie möglich zu verwenden, um beste ästhetische Resultate zu erreichen. Besser ist es demnach kein Metall zu verwenden und durch eine neuartige hochfeste Zirkonoxid Sinterkeramik ist es heute auch möglich einen größeren Zahnersatz metallfrei herzustellen. Von der kleinsten Glaskeramikfüllung bis zur mehrspannigen Brücke ohne Gold auskommen ist kein Problem mehr. Das hat den Vorteil, im sichtbaren Bereich, besonders am Zahnhals, sieht man keine unansehnlichen Gold- oder Silberränder, die oft noch durch das dunkle Oxid verschlimmert werden, das zur Haftung der Keramik auf der Goldlegierung notwendig ist. Die Ersatzkronen sollten auch nie im Zahnfleisch vergraben werden, da eine richtige Reinigung dann nicht mehr möglich ist. Das kann durch Druck auf das Zahnfleisch schwinden, dabei wird der dunkle Kronenrand aber wieder sichtbar. Bis heute ist Keramik das am besten verträgliche Material, zudem hat es viele weitere Vorteile, es verfärbt sich nicht, ist extrem passgenau zu verarbeiten und erreicht inzwischen eine enorme Festigkeit und Stabilität.

Pfeilerzahn

Ein Pfeilerzahn bezeichnet einen Zahn des natürlichen Gebisses, der sich neben einem Zahn mit künstlichem Zahnersatz befindet. An ihm wird ein festsitzender Zahnersatz, die Brücke, oder eine herausnehmbare Prothese abgestützt bzw. befestigt. Um den Zahnersatz halten zu können, muss der Pfeilerzahn beschliffen werden sowie seine Nachbarzähne gesund und stabil sein. Nur dann kann ein Zahn als Pfeilerzahn dienen. Idealerweise sollten für jeden fehlenden Zahn zwei Pfeilerzähne vorhanden sein, um die Stabilität der Brücke sicherzustellen.

Veneers

Veneers sind Verblendschalen aus einer meist feinen, hauchdünnen Spezialkeramik, welche keine Beschwerden verursachen. Diese Glas- oder Feldspat-Keramik-Schalen lassen sich von einem echten Zahn kaum unterscheiden und sind sehr haltbar. Wie klinische Studien belegen, haben sich innerhalb von sechs Jahren nur zwei Prozent der aufgeklebten Schalen abgelöst. Schönheitsfehler und Mängel an Ihren Zähnen die Veneers beheben können:

  • Verfärbungen
  • zu großen Abständen zwischen
  • zu kurzen oder zu kleinen Zähnen,
  • Rissen in den Zähnen,
  • abgebrochenen Ecken,
  • kleineren Fehlstellungen
  • Zahnschäden nach einem Unfall.
  • Sie können Ihren Zahnnerv vor mechanischen,bakteriellen, chemischen und Temperatur bedingten Reizen schützen
  • im besten Fall können Veneers eine Krone ersetzen.
In manchen Fällen können Veneers aber nicht eingesetzt werden. Die Schale kann zum Beispiel nicht halten wenn die Schmelzschicht der natürlichen Zähne zu dünn oder zu zersplittert ist. Ein dunkler Ton wird bei sehr grauen Zähnen immer durchschimmern. Die Kappen können sich durch starkes Zähneknirschen lösen. Im ungünstigsten Fall, können sich hinter der Schale Keime ansiedeln, diese können zu Zahnfleischentzündung und Karies führen. Das sind Dinge die Sie vorab bedenken sollten.

Vollkeramik

Eine Krone, Inlay oder Brücke, welche nur unter Verwendung von Keramik hergestellt wird bezeichnet man als Vollkeramik. Für die Herstellung einer Vollkeramik-Restauration kommen keinerlei zusätzliche Materialien wie Metall oder Kunststoff zum Tragen. Eine besondere Eigenschaft von Zahnersatz aus Vollkeramik ist: Die Lichttransmision Wie bei eigenen Zähnen kann das Licht durch die Restauration hindurch scheinen. Ein so hergestellter Zahnersatz ist dadurch von den natürlichen Zähnen kaum zu unterscheiden. Der Übergang zwischen Kronenrand und Zahn ist aufgrund der Farbähnlichkeit und der Materialeigenschaften fast unsichtbar, dies stellt einen weiteren Vorteil der Vollkeramik-Restaurationen da. Bei Kronen mit Metallkern kann es hingegen vorkommen, dass nach einer gewissen Tragezeit die Kronenränder sichtbar werden, was im Frontzahbereich nicht sehr schön wirkt. Zusätzlich zu den ästhetischen Eigenschaften gilt Keramik als sehr gut verträglich. Zudem lassen sich neben Kronen oder Inlays, aufgrund der ausgezeichneten Festigkeit des Materials, auch Brücken für den Front- oder Seitenzahnbereich herstellen. Im Gegensatz zu dem Metallkern in konventionellen Brücken, wird bei den Vollkeramik-Brücken ein weißer Kern (Gerüst) aus einer Hochleistungskeramik (Zirkonkeramik) verwendet. 
Brücken und Kronen aus Keramik werden individuell in Präzisionsarbeit für Sie hergestellt und sind von echten Zähnen nicht zu unterscheiden.

Vorteile der Vollkeramik

  • wegen der hohen Ästhetik und Natürlichkeit sind Vollkeramik - Restaurationen kaum von echten Zähnen zu unterscheiden
  • für Patienten mit Allergierisiko hervorragend geeignet, da sehr gute Verträglichkeit
  • sehr angenehm zu tragen, da sehr leicht und stabil
  • kein unangenehmes Heiß und Kalt - Empfinden
Nachteile der Vollkeramik
  • etwas leichter zerbrechlich als die herkömmlichen metallverblendeten Kronen/li>
  • für die Präparation und das Einsetzen im Mund erfordern sie einen höheren Aufwand
  • der Preis ist etwas höher alsbei konventionellen Kronen

Zahnersatz

Zahnersatz ist der Sammelbegriff für jegliche Form des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne. Ein Zahnersatz wird verwendet, damit er die Funktion eines zu stark geschädigten Zahnes übernehmen kann. Durch Unfälle, Karies oder Parodontitis (Parodontose) können Starke Schäden entstehen, die einer Ersatzbehandlung bedürfen. Der Zahnersatz dient damit der Wiederherstellung des regelrechten Kauvermögens. Durch einen geeigneten Zahnersatz können Spätere Schäden, wie z. B. eine Verschiebung der Zähne im Gebiss, verhindert werden. Zahnersatz wird in verschiedene Klassen eingeteilt:

  • Festsitzender Zahnersatz (Kronen,Teilkronen und Brücken)
  • Herausnehmbarem Zahnersatz (totalen Prothesen und Teilprothesen)
  • Kombinierter Zahnersatz

Zahntechnik

In der Zahntechnik werden alle Arten von Zahnersatz, also Zahnkronen, Brücken, Teil- und Vollprothesen, aber auch Inlays kieferorthopädische Behandlungsgeräte, sogenannte Knirscherschienen wie auch Schienen für Kieferbrüche oder Mundschutze für bestimmte Sportarten hergestellt. Die Zahntechnik stellt damit eine Voraussetzung für den Erfolg zahlreicher zahnärztlicher Behandlungen dar.


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